Eine Stiftung, 50 Mitarbeitende, 32 Jugendliche, vier Wohngruppen und eine eigene Schule, mit einer Geschichte, die 1844 beginnt.
Geschichte seit 1844
50Mitarbeitende, geführt von einer vierköpfigen Geschäftsleitung
32Jugendliche im Sekundarschulalter wohnen und lernen hier
4Wohngruppen mit je sieben Plätzen
4Plätze im Trainingswohnen auf dem Weg ins Erwachsensein
Ziele,Aufnahme,Leistungen.
Ziele
Ein Aufenthalt auf Zeit bietet Gelegenheit das Familiensystem zu unterstützen. Jugendliche werden in Abstimmung mit allen systemrelevanten Personen sozialpädagogisch in ihrer Selbst- und Sozialkompetenz sowie in ihrer lebenspraktischen Kompetenz gefördert. Der heilpädagogisch orientierte Unterricht ermöglicht eine gezielte Förderung und ermöglicht einen Volksschulabschluss.
Für die Jugendlichen beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit der Reintegration in die Herkunftsfamilie oder einer Anschlussplatzierung. Dort werden sie ihre nächsten Schritte in Richtung beruflicher oder schulischer Zukunft gehen.
Aufnahme
Wir nehmen Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren auf. Ausnahmen werden situativ geprüft.
Ein passender Platz ist verfügbar.
Die Indikation für eine sozialpädagogische Dauerbetreuung einer Fachstelle liegt vor.
Die Indikation für eine Sonderbeschulung auf Sekundarschulniveau A, E oder P einer Fachstelle liegt vor.
Eine Kostengutsprache durch eine Behörde liegt vor.
Leistungen
Für maximal achtundzwanzig Jugendliche bieten wir sozialpädagogische Dauerbetreuung in Wohngruppen und schulische Förderung in Lerngruppen der internen Sekundarschule. Darüber hinaus bieten wir:
vier Plätze für das Trainingswohnen
sozialpädagogische Nachbetreuung
Gelände
OrientierungaufdemAreal.
Dreh das Modell mit der Maus und tipp auf ein Gebäude: Wohngruppen, Schule, Empfang und Verwaltung, Plätze. Oder schalte auf Satellit für das Luftbild.
Die vier Wohngruppen bieten für je sieben Jugendlichen einen sicheren Lebensort. Jugendliche haben ihr eigenes Zimmer, welches sie als persönlichen Rückzugsort mitgestalten dürfen. Gemeinschaftsräume und der Gruppenalltag schaffen Raum für Entwicklung, Lernen und Zusammenleben.
Auf dem Areal gibt es attraktive Möglichkeiten in der Freizeit aktiv zu werden. Ein Fitnessraum und mehrere Installationen, um draussen Sport zu betreiben, sprechen Bewegungsfreudige an. Werk- und Bastelräume werden von Kreativen genutzt. Der Standort im Übergang von Siedlungs-, Kultur- und Naturraum bietet zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Wohnen
Trainingswohnen
VierPlätze,vielePerspektiven.
Das Trainingswohnen bietet vier teilbetreute sozialpädagogische Plätze für Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung oder an einer weiterführenden Schule. Es unterstützt sie dabei, selbstständiger zu werden und sich auf ein eigenverantwortliches Leben vorzubereiten.
Die Ausstattung der Wohngruppe entspricht jener der Dauerbetreuung.
Schule
LerngruppenstattKlassen.
Die Schulische Förderung macht Angebote im 3. Zyklus der Volksschule Basel-Landschaft (1. bis 3. Klasse der Sekundarschule). Für die einzelnen Fächer des 3. Zyklus liegt eine Leistungsdifferenzierung bezüglich der drei Leistungszüge A (allgemein), E (erweitert) und P (progymnasial) vor. Erreichen einzelne Schüler:innen die Grundansprüche in einem oder mehreren Fachbereichen nicht, ist ein individueller Lernprozess angezeigt. Erfolgversprechende Fördermassnahmen werden eingeleitet, gegebenenfalls Lernziele angepasst. Befähigte Schüler:innen erhalten Gelegenheit, sich in zusätzliche Themen und Inhalte zu vertiefen.
An den drei Lernorten des regulären Programms werden je maximal zwölf Jugendliche beschult. Es unterrichten Sekundarlehrer:innen und Heilpädagoge:innen im Teamteaching. Jeder Lernort unterscheidet sich in seiner Organisationsform und ist demzufolge auf bestimmte Bedürfnisse spezialisiert.
Das Trainingsraumprogramm ergänzt das Schulprogramm durch lerntheoretisch begründete Interventionen, die Jugendliche dabei coacht, ihre schulische Präsenz und Performance weiter auszubauen. Hier arbeiten Schulsozialpädagoge:innen.
Die Werkstatt gilt als Sonderprogramm und ermöglicht längerfristige Interventionen während ausgeprägten persönlichen Krisen. Die maximal vier Jugendlichen widmen sich individuellen Lernzielen in einem projektbezogenen Unterricht. Ziel ist die Aufrechterhaltung der Tagesstruktur, das Wiedererlangen schulischer Motivation und die Stärkung der Selbstwirksamkeit. Es unterrichten Arbeitsagoge:innen und Schulsozialpädagoge:innen.
Das Schulteam wird durch Zivildienstleistende unterstützt.
Bei sozialer sowie schulischer Eignung besteht die Möglichkeit, das Schulprogramm an einer externen, staatlichen Sekundarschule zu besuchen.
Unter dem Namen "Röseren" besteht eine Stiftung im Sinne von Artikel 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB). Sie hat ihren Sitz in Liestal. Das Röseren ist vom Kanton Basel-Landschaft anerkannt und hat mit diesem eine Leistungsvereinbarung. Die Institution ist der interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE) unterstellt. Die zuständige Fachstelle ist das Amt für Kind, Jugend und Behindertenangebote der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (AKJB).
In der internen Schule findet die schulische Förderung mit dem Lehrplan der Volksschule Basel-Landschaft auf der Basis des Lehrplans 21 statt. In Lerngruppen werden die Schüler:innen heilpädagogisch unterrichtet und eine Jahrgangs- und/oder Leistungsdifferenzierung berücksichtigt das Leistungspotential und die Leistungsbereitschaft der Schüler:innen.
Zweck
Zeit und Raum für eine Neuorientierung.
Die Stiftung bezweckt Kinden, Jugendliche und junge Erwachsene mit sozialem, emotionalem, psychischem und/oder kognitivem Entwicklungsbedarf und deren Familiensysteme ambulant oder stationär pädagogisch zu begleiten und unterstützen. Weiter bietet sie eine interne Schule auf Sekundarstufe an.
Die Kinder und Jugendlichen werden entlastet. Die Betroffenen haben Zeit und Raum für eine Neuorientierung, für persönliche Entfaltung und Sozialisation.
Stiftungsrat
FünfMenschentragendieStiftung.
Daniel Schwörer
STR-Präsident, Recht und Öffentlichkeitsarbeit
Christoph Stauffer
Bau und Unterhalt
Elisabeth Bammatter
Sozialpädagogik
Adrian Schaller
Finanzen
Andrea Schäfer
Schule
Historie
Eswareinmal…
ein Verein, eine Erziehungsanstalt, eine Landschule, ein Schulheim, ein Röseren.
Vor über einhundert Jahren hat elektrisches Licht die damals verbreiteten Petroleumleuchten abgelöst. Etwas später wird der Anschluss an die städtische Gasversorgung installiert und die Institution mit einem Telefon ausgerüstet. Eine Zeitreise ins Archiv zeigt unsere bewegte Vergangenheit. Fahr die Zeitspur entlang und halte den Mauszeiger auf ein Bild, um das Original zu sehen.
1844–1857
Die «Jungfer Anna Dettwiler von Maisprach» fängt 1844 in Diegten an, verlassene Mädchen zur Erziehung anzunehmen. Buckten, Hofgut Ernthalde bei Gelterkinden, Hohenrain Pratteln werden zu weiteren Zwischenstationen. «Jungfer Dettwiler» gerät immer wieder in finanzielle Schwierigkeiten. 1857 wird Pfarrer Heim in Frenkendorf auf sie und ihr Wirken aufmerksam. Er gründet zusammen mit vier weiteren Herren den ersten Verein.
1858
1858 entsteht die «Erziehungsanstalt für arme und verwahrloste Mädchen». Als Hausmutter soll «Jungfer Dettwiler» die Leitung übernehmen. Diese nimmt aber ihren Abschied und verlässt gegen Ende des Jahres das Haus. Elisabeth Dill von Pratteln, Kleinkinder-Lehrerin, wird zur Hausmutter berufen. Sie wird die Anstalt bis 1901 führen.
1861-1862
Auf Anfang Februar 1861 wird ihnen das Haus in Frenkendorf gekündigt. Nach vergeblichem Suchen nach einem neuen Objekt, entschliesst man sich zum Bau eines Anstaltshauses. Anfang Februar 1862 wird das neue Haus bezogen.
1894
Dank eines aussergewöhnlich hohen Legates von 25'000 Franken kann die Anstalt eine Badeinrichtung im Anbau erstellen.
1901
Wahl von «Fräulein Marie Dill», Kleinkinder-Lehrerin. Sie wird von 1901-1942 als Hausmutter tätig sein. Das Heim hat maximal 24 Plätze und wird von der Hausmutter, einer Lehrerin, einer Handarbeitslehrerin, einer Gehülfin und einer Köchin betreut.
1908
Namensänderung in «Erziehungsanstalt für Mädchen».
1914
Infolge Einführung des neuen Zivilgesetzes wird die Anstalt als Stiftung in das Handelsregister eingetragen. Somit ist sie weiterhin berechtigt, Gaben und Legate in Empfang zu nehmen.
1915
Wegen Mangel an Petrol wird das elektrische Licht eingeführt.
1926
Die Anstalt wird an die Gasleitung des Dorfes angeschlossen.
1935
Das Telefon wird eingerichtet.
1946
Namensänderung in «Mädchen-Erziehungsheim Frenkendorf».
1948
Rosabeth Schopfer wird neue Hausmutter und hat dieses Amt bis 1971 inne.
1951
Das Neue Kantonale Pflegekindergesetz bietet die Grundlage für die Planung eines Neubaues.
1958
Nach 14-jähriger mühevoller Vorarbeit gelingt es dem Komitee einen geeigneten Bauplatz für einen Neubau zu erwerben und die Finanzierung sicherzustellen.
1960
Die Mädchen beziehen den Neubau an der Schauenburgerstrasse in Liestal. Neuer Name: «Mädchen-Erziehungsheim Röserental».
1972
Namensänderung: das «Mädchen-Erziehungsheim Röserental» wird zur «Landschule Röserental» umbenannt.
1976
Nach kurzem Unterbruch wird das Heim wiedereröffnet. Mit dem Heimleiter-Ehepaar R. und L. Meienberg erhält die Landschule Röserental ein neues Konzept: Aus dem Mädchenheim wird ein Heim für «verhaltensschwierige Buben und Mädchen», welche die interne Sekundarschule besuchen.
1977
Eröffnung einer Aussenwohngruppe an der Bölchenstrasse in Liestal.
1979
Eine zweite Aussenwohngruppe wird an den Rehhagstrasse eingerichtet. Da die 24 Kinder nicht mehr im Grosskollektiv, sondern in vier Wohngruppen aufgeteilt leben, werden neben den Lehrpersonen 12 Erzieher:innen und Praktikanten:innen benötigt, um die Arbeit rund um die Uhr zu bewältigen.
1980
Fertigstellung des Heimleiterhauses.
1983
Bau des Sportplatzes.
1990
Das Heimleiter-Ehepaar T.und S. Schaltegger übernimmt die Leitung des Heims.
1991
Die über dreissigjährige Heimküche wird durch eine zeitgemässe, auch pädagogischen Anforderungen gerechte Küche, ersetzt.
1995
Kurz vor Weihnachten verursacht ein Brand, ausgelöst durch eine brennende Kerze, im Hauptgebäude grossen Schaden. Die Gemeinschaftsräume im Parterre sind ausgebrannt und die Wohngruppen durch Rauchschaden unbewohnbar. Die Kinder müssen vorübergehend ausquartiert werden.
1997
Das Gruppenhaus für die Mädchen wird erstellt und die Mädchen ziehen von der Bölchenstrasse in ihre «Villa» ein.
1998
Erweiterung des Schultraktes.
1999
Die Landschule Röserental erhält vom Sportamt Baselland die erste Auszeichnung als «Sportliche Schule im Baselbiet».
2001
Der Kanton Basel-Landschaft schliesst mit der Landschule Röserental eine Leistungsvereinbarung ab. Die Aussenwohngruppe «Schlössli» an der Rehhagstrasse wird ins Heimleiterhaus verlegt. Die Heimleitung wohnt nicht mehr auf dem Areal.
2003–2005
Die Heimleitung wird auf 3 Personen aufgeteilt; Administrative Leitung, Pädagogische Leitung und Schulleitung. Nach dem Ausscheiden von T. Schaltegger übernehmen die Pädagogische Leiterin I. Lang und die Schulleiterin Y. Rütsche die Gesamtleitung.
2006
Die Verantwortung der Heimleitung wird wieder auf eine Person übertragen, Herr Wolfgang Lanz wird neuer Institutionsleiter.
2007
Die Bewilligung für ein neues Gruppenhaus sowie eine neue Verwaltung wird durch den Stiftungsrat erteilt.
2008
Die «Landschule Röserental» erhält am 1. August ein neues Logo, einen neuen Namen: «Schulheim Röserental» und eine neue Schulleitung. Sacha Nicoud tritt die Leitung der internen Sekundarschule an.
Das «Schulheim Röserental» kann sein 150-jähriges Bestehen feiern. Spatenstich Neubau Verwaltung und Gruppenhaus.
2009
Jubiläums- und Einweihungsfest: 150 Jahre Schulheim Röserental. Die Wohngruppe Luckies und die Verwaltung ziehen in ihre neu gebauten Gebäude ein.
2011
Sanierung des Hauptgebäudes: Dabei wird das ganze Gebäude isoliert, ein neues Dach mit Solarzellen wird angebracht, das Heim wird an einen Wärmeverbund angeschlossen und eine Brandmeldeanlage wird installiert. Die Wohngruppe Colors erhält ein zusätzliches Bad, einen separaten Eingang und eine Terrasse.
2012
Auf dem Areal wird ein grosser Kletterfels aufgebaut.
2014
Umfassende Sanierung der Wohngruppe Flyers.
Funfact: Dieses Gebäude war bis 2001 das Haus der Heimleitung.
2018
Renovation Wohngruppe Villa und Parkplatzerweiterung.
Das Schulheim strukturiert die Leitung um: Neben der Institutions- und der Schulleitung wird die Stelle der pädagogische Leitung geschaffen. Zusammen bilden diese drei die Geschäftsleitung.
2020
Dirk Zipse wird als Institutionsleiter gewählt und beginnt seine Arbeit am 1. Januar, nachdem er zuvor ein halbes Jahr interimistisch die Leitung übernommen hat.
2021
Wolfgang Lanz geht offiziell in den Ruhestand. Über 16 Jahre hat er als Institutionsleiter das «Schulheim Röserental» geprägt.
Neben den Bereichsleitungen und der Institutionsleitung ist die Leitung Finanzen und Administration Teil der nun vierköpfigen Geschäftsleitung.
2023
Das Bauprojekt “Einzelzimmer” hat gestartet. Nach jahrelangen Visionen und Planungen hat der Bau der zwei Verbindungsbauten begonnen. Bald wird es möglich sein, dass alle Jugendliche in einem Einzelzimmer wohnen können. Zudem hat sich die Schule im Stedtli das neue Schulzimmer “Ziegelhof” eingerichtet.
2024
Das Bauprojekt “Einzelzimmer” wurde fertiggestellt und die neuen Einzelzimmer konnten bezogen werden.
2025
Der Aussenstandort wurde in neue Räumlichkeiten verlegt. Neu befindet sich der externe Lernort in der «Osbo», einer ehemaligen Schuhfabrik in Liestal.
Mit dem Umzug schaffen wir eine zeitgemässe Lernumgebung mit mehr Platz und passenden Infrastrukturen für den Schulalltag.
2026
Die Stiftung durchläuft einen Organisationsentwicklungsprozess mit dem Schwerpunkt Identität. Im Rahmen eines Namensfindungsprozesses entscheidet sie sich künftig für den Namen «Röseren». Gleichzeitig werden die visuelle Identität mit Logo und Erscheinungsbild sowie die Positionierung der Organisation und der Stiftungszweck weiterentwickelt und geschärft.